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Newsletter Bildung UND Integration Mai 2019

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Im Newsletter "Bildung und Koordination" informiert die Kommunale Bildungskoordination über verschiedene Bildungsangebote und Projekte für Menschen mit Fluchterfahrung und für Neuzugewanderte in Oberhavel. In unserem Newsletter finden Sie Interviews mit Projektverantwortlichen, Veranstaltungshinweise und Informationen zu Fördermitteln.

Tanzprojekt

"Zeig dich!" für Junge Frauen

Ein Interview mit Projektleiterin Irina Nekrasow

Das Tanzprojekt "Zeig Dich!" für junge Frauen mit und ohne Fluchterfahrung ist im März gestartet. Die Bildungskoordination hat mit der Leiterin des Projekts, Frau Irina Nekrasow, über die Gründungsidee, die Zielgruppe und den Beitrag von "Zeig Dich!" zur Integration von jungen Frauen gesprochen.
                                         Frau Nekrasow, wie kam es zu Ihrem Tanzprojekt "Zeig Dich!"?
 
Die Idee eines Tanzworkshops ist bei einer Seminarfahrt  im Herbst 2018 in Flecken Zechlin zusammen mit jungen Frauen mit Migrationshintergrund entstanden. Die Frauen haben ihren Wunsch selbst formuliert und die begleitende Referentin angesprochen. Diesen ersten Schritt der Beteiligung und Entwicklung eigener Aktivität haben wir aufgegriffen. Durch das Projekt sollen sie in ihrer Erfahrung der Selbstwirksamkeit und gesellschaftlichen Mitwirkung weiter ermutigt werden. Mädchen- und Frauenarbeit ist aber nicht nur ein Thema für Frauen mit Migrationsgeschichte, sondern generell ein Thema der offenen Jugendarbeit. 
An welche Zielgruppe richtet sich das Tanzprojekt? 
Das Tanzprojekt  richtet sich an Mädchen und junge Frauen mit und ohne Migrationshintergrund im Alter von 14 bis 27 Jahren. "Zeig Dich!" ist  im März 2019 gestartet und soll bis September 2019 mit einer Abschlussreise nach Ostseebad Binz durchgeführt werden...
(Das vollständige Interview mit Irina Nekrasow finden Sie hier).
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Interkulturelle Woche 2019

Anmeldungen für Veranstaltungen bis 31. mai 2019 möglich
"Zusammen leben, zusammen wachsen im Landkreis Oberhavel" lautet das Motto der diesjährigen Interkulturellen Woche – kurz IKW –, die in diesem Jahr vom 22. bis 29. September stattfinden wird. Kreisweit haben bereits zahlreiche Gemeinden, Vereine und Willkommensinitiativen Projekte angekündigt, die im Rahmen der IKW durchgeführt werden sollen. Wenn auch Sie spannende Vorhaben wie beispielsweise Begegnungstreffen, Vortragsveranstaltungen, Musikabende oder Filmvorführungen mit interkulturellem Bezug im Laufe der IKW planen, bitten wir um Rückmeldung bis zum 31. Mai 2019 an die Bildungskoordination, damit Ihre Veranstaltungen im Programmheft der IKW angekündigt werden können. Gerne stehen wir Ihnen auch bei Fragen zu möglichen Projektförderungen und sonstigen Anregungen zur Verfügung.
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Sprachcafé in Gransee gestartet

In Gransee gibt es seit Kurzem ein Sprachcafé. Dort haben Neuzugewanderte Gelegenheit, die in Sprachkursen erworbenen Deutsch-Sprachkenntnisse anzuwenden und Kontakte mit Einheimischen zu knüpfen. Die entspannte Atmosphäre des Cafés Hillebrand und fachgerechte Begleitung durch eine Moderatorin unterstützen den Prozess des Spracherwerbs. Eingeladen sind alle an der kulturellen Begegnung interessierten Erwachsenen. Das Sprachcafé findet immer montags von 11.00 bis 13.00 Uhr in der Rudolf-Breitscheit-Straße 39, 16775 Gransee statt. Die Bildungskoordination wünscht allen Beteiligten gutes Gelingen und viele fruchtbare Begegnungen!

fördermittel für Integrationsmaßnahmen

Viele der Projekte für geflüchtete und neu zugewanderte Menschen werden dank finanzieller Förderung seitens der Europäischen Union, des Bundes, des Landes Brandenburg und einiger Stiftungen durchgeführt. Die Bildungskoordination hat eine detaillierte Übersicht von Fördertöpfen erstellt, aus denen verschiedenste Integrationsmaßnahmen finanziert werden. Unser Leitsystem, das Sie im ersten Teil der Übersicht finden, hilft Ihnen, sich bei der großen Anzahl von Projektförderungen zurechtzufinden. Viele Förderungen richten sich an jeweils eine bestimmte Gruppe von Zuwendungsempfängern. Bei manchen "Fördertöpfen" muss der Unterschied zwischen Zuwendungsempfängern und der Empfängergruppe beachtet werden. Die Übersicht wird regelmäßig aktualisiert. Bei Fragen, Anregungen oder Wünschen wenden Sie sich gerne an die Bildungskoordination.
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"Der Aufenthaltsstatus spielt für unsere Beratung keine Rolle"

Ein Gespräch mit der IQ-Anerkennungs- und Qualifizierungsberaterin und Projektleiterin Svetlana Müller
Frau Müller, was ist Ihre Aufgabe als Anerkennungs- und Qualifizierungsberaterin?
Mit der Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung biete ich meinen Ratsuchenden Informationen und Unterstützung zu Fragen der Anerkennung im Ausland erworbener Bildungs- und Berufsabschlüsse. Das Ziel des Projektes ist die berufliche Integration dieser Gruppe in  Deutschland zu fördern. Das Teilprojekt im IQ Netzwerk Brandenburg umfasst neben dem Landkreis Oberhavel auch die Landkreise Ostprignitz-Ruppin, Prignitz, Barnim, Märkisch-Oderland, Oder-Spree und Frankfurt/Oder, wo Kolleginnen und Kollegen in der Beratung tätig sind. Da das IQ Netzwerk vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und vom Europäischen Sozialfonds gefördert wird, ist unser Angebot kostenfrei.
Warum benötigt die benannte Zielgruppe eine Anerkennung ihrer Berufsabschlüsse?
In Deutschland gibt es eine Reihe sogenannter reglementierter Berufe, für die eine Anerkennung ausländischer Abschlüsse erforderlich ist. Nur mit einer solchen Anerkennung darf man in Deutschland in dem Beruf tätig werden oder einen Titel führen. Dies gilt vor allem für Berufe im medizinischen und pädagogischen Bereich sowie im zulassungspflichtigen Handwerk.
Wie sieht es mit nicht-reglementierten Berufen aus?
Bei nicht-reglementierten Berufen ist eine Anerkennung nicht notwendig, um in diesem Berufsfeld tätig zu werden. Sie kann dennoch sehr hilfreich sein, weil eine Anerkennung die Einordnung des ausländischen Abschlusses erleichtert. Dadurch erhöhen sich die Chancen, in Bewerbungsverfahren erfolgreich zu sein und eine der Qualifikation entsprechende Stelle in Brandenburg zu finden.
Wie sieht Ihre Beratung konkret aus?
IQ Beraterinnen aus meinem Team  bieten in deutscher, englischer, polnischer oder russischer Sprache individuelle Informationen zum Anerkennungsverfahren an und beraten auch zu beruflichen Möglichkeiten... (Das vollständige Interview mit Svetlana Müller finden Sie hier).

"Betriebe gewillt, flexible Lösungen zu finden."

Ein Interview mit "Türöffner"-Programmleiterin Doreen Reichert über Ausbildungschancen und Herausforderungen für Neuzugewanderte

Doreen Reichert leitet seit einem guten Jahr das aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderte Landesprogramm "Türöffner: Zukunft Beruf“.

Auf Vermittlung dieses Programms besuchen derzeit rund 30 Schülerinnen und Schüler des Oberstufenzentrums Hennigsdorf verschiedene Betriebe im Landkreis Oberhavel. Unter den Teilnehmenden finden sich viele Neuzugewanderte der Berufsfachschule Grundbildung Plus-Klasse (BFS-G Plus). Für unseren Newsletter war die scheidende Projektleiterin zu einem kurzen Interview bereit.



Frau Reichert, welchen Auftrag verfolgt das Türöffner-Programm?

Unser Programmauftrag ist es, Schülerinnen und Schülern den oft steinigen Übergang zwischen Schule und Ausbildung oder Beruf zu erleichtern. Dazu bauen wir ein stetig wachsendes Netzwerk auf und vermitteln Angebote an unsere Zielgruppe. Ein wichtiger Baustein des praktischen Teils der Berufsfachschulen-Ausbildung ist der Besuch von Oberhaveler Handwerks- und Dienstleistungsbetrieben.

Warum ist dieser Baustein wichtig?

Durch die Betriebsbesuche sollen die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in die reale Arbeitswelt erhalten und ausloten,...
(Das vollständige Interview mit Doreen Reichert finden Sie hier).

Meine Meinung. Deine Meinung. Viele Träume! Gleiche Chancen? Medienpädagogisches Präventionsprojekt gegen Diskriminieriung für Grundschulen

Der Berliner Verein Schlaglicht e.V. hat ein Präventionsprojekt gegen Diskriminierung für fünfte und sechste Klassen, sowie deren Klassenlehrer*innen und Sozialarbeiter*innen entwickelt.
Ein Team aus drei erfahrenen politischen Bildner*innen und Medienpädagog*innen begleitet die teilnehmende Klasse und zumindest eine Aufsichtsperson vier oder fünf Projekttage à sechs Stunden an einem außerschulischen Lernort. Nach einem allgemeinen Zugang zum Thema Diskriminierungen und Chancengleichheit bearbeiten die Kinder ein von ihnen gewähltes Vertiefungsthema (beispielsweise Flucht, Gleichberechtigung von Jungen und Mädchen, Teilhabe von Menschen mit Behinderung). Der Schwerpunkt liegt dabei stets auf der Gleichwertigkeit aller Menschen.
Die Kinder setzen sich mit dem ausgewählten Thema auseinander und erstellen im Laufe des Projektes Kurzfilme, Erklärfilme oder Reportagen. Am letzten Projekttag findet eine von den Schüler*innen vorbereitete Vorführung der Filme statt, die Eltern und Mitschüler*innen präsentiert werden.  Die präventive Arbeit mit Schüler*innen soll deren Auseinandersetzung und Meinungsbildung zu gesellschaftlich relevanten Themen unterstützen und ihre Akzeptanz für gesellschaftliche Vielfalt stärken. Durch die Arbeit mit Tablets vermittelt das Projekt darüber hinaus auch Medienkompetenzen.
Nehmen Sie Kontakt zur Bildungskoordination auf, wenn Sie das Präventionsprojekt an Ihrer Schule durchführen möchten!
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"starke Teens"

Projekt des Duke of Edinburgh's International Award stärkt     SozialE kompetenzen bei jugendlichen
The Duke of Edinburgh´s International Award (DofE) bietet motivierten Jugendlichen mit und ohne Fluchterfahrung die Gelegenheit, sich im Rahmen des Programms "Starke Teens" selbst gewählten Herausforderungen zu stellen. "Starke Teens" begleitet die Jugendlichen bei der Bewältigung dieser Herausforderungen und erkennt ihre Leistungen durch die Vergabe einer Auszeichnung an. Die Teilnehmer wählen ihre Aktivitäten selbst und setzen sich persönliche Ziele. Sie fordern sich selbst heraus, um diese zu erreichen, ganz nach dem Motto von Kurt Hahn: Du kannst mehr als Du glaubst!

Am außerhalb des Schulcurriculums stattfindenden Programm können alle Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 24 Jahren teilnehmen. Es soll so eingeführt werden, dass "Starke Teens" nach ein bis zwei Jahren mit wenig Aufwand eigenverantwortlich von den Schulen weitergeführt werden kann.
Die Chancen für Schülerinnen und Schüler bestehen darin, Erfolgserlebnisse zu feiern und Selbstwirksamkeitserfahrungen zu machen. Sie werden selbständiger, lernen Verantwortung zu übernehmen und sich zu engagieren. Sie entwickeln Freude an Herausforderungen, und einen Unternehmungs- und Abenteuergeist. Durch Naturerfahrungen werden sie für nachhaltiges Leben im Alltag sensibilisiert. Sie schließen neue Freundschaften und nehmen Beziehungen auf. Gleichzeitig werden durch die Stärkung sozialer und demokratischer Handlungskompetenzen "21st century skills" vermittelt. Auch die Selbstwahrnehmung, das Bewusstsein von Stärken und Schwächen, wird durch das Programm gefördert. Letztlich soll "Starke Teens" auch zur Entwicklung eines Selbstkonzepts führen, das auf Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein basiert. Mehr Informationen zum Programm "Starke Teens" erhalten Sie bei der Bildungskoordination.
Wenn Sie diese E-Mail (an: juri.galperin@oberhavel.de) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen. Wird diese Nachricht nicht richtig dargestellt, klicken Sie bitte hier.
Landkreis Oberhavel
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